Ein Handwerker steht auf einer dunklen Baustelle neben einem Kreuzlinienlaser. Der Kreuzlinienlaser wirft eine horizontale und eine vertikale grüne Linie auf die Wand

Der Laser, der fast alles kann – Kreuzlinienlaser

Inhalt:

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Lot und Wasserwaage sind zwar nach wie vor geeignete Werkzeuge, um senk- und waagerechte Positionen zu ermitteln. Bei weitergehenden Anforderungen stößt man aber schnell an Grenzen. Abhilfe schafft ein Kreuzlinienlaser. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Grundfunktionen

Die Grundfunktionalität ist schnell erklärt: Alle Kreuzlinienlaser werfen mindestens eine horizontale und vertikale Linie an die Wand, die zueinander in einem exakten 90°-Winkel stehen.

Schematische Darstellung eines einfachen Kreuzlinienlaser mit einer nur nach vorne gerichteten horizontalen und vertikalen Linie

Eine Pflichtfunktion für Kreuzlinienlaser ist die Selbstnivellierung. Bei gewöhnlichen Modellen ist im Inneren eine sogenannte Pendeleinheit aufgehangen, worin eine Laserdiode das Licht erzeugt. Steht das Gerät oder das Stativ auf einem leicht unebenen Untergrund, richtet sich das Pendelmodul innerhalb des Gehäuses automatisch waage- und lotgerecht aus. Die ausgegebenen Linien werden somit exakt waage- und senkrecht auf die Oberfläche projiziert. Die Selbstnivellierung funktioniert meist bis zu einer Neigung des Untergrundes von ±3-4°.

Auf diese Weise ermöglichen Kreuzlinienlaser das exakte horizontale oder vertikale Ausrichten verschiedener Objekte oder sie in einen exakten 90°-Winkel zueinander zu bringen.

Wer sich einigermaßen sicher ist, mit einem Kreuzlinienlaser in der Zukunft eher einfache Anwendungsfälle im Haushaltsbereich, wie etwa das Aufhängen von Bildern, abdecken zu wollen, der findet einen relativ günstigen Einstieg. In jedem Fall sollte aber auch ein Stativ mitangeschafft werden (dazu weiter unten), da die bei einfachen Modellen oftmals mitgelieferten Klemmen in der Praxis kaum brauchbar sind.

Bevor allerdings vorschnell ein günstiges Modell gekauft wird, um die Bildergalerie endlich an die Wand zu bringen, solltest du die vielen weiteren Funktionen und Anwendungszwecke kennen, die Kreuzlinienlaser bieten können. Oft lohnt es sich langfristig, zum teureren Modell zu greifen, um für zukünftige Projekte gut gerüstet zu sein. Mehr dazu liest du hier.

Farbe des Lasers

Ob die Linien in roter oder grüner Farbe ausgegeben werden, ist nicht bloß eine Geschmacksfrage. Das jeweilige Licht unterscheidet sich in seiner Wellenlänge. Für das menschliche Auge ist grünes Licht besser sichtbar, weil seine Empfindlichkeit in diesem Wellenlängenbereich höher ist. Es erscheint uns auch bei gleicher Strahlungsleistung heller. Daher sollten grüne Laser in der Regel den Vorzug erhalten. Preislich sind rote Laserdioden hingegen günstiger.

 

3D-/360 Grad-Funktion

Umlaufende Horizontale Linie

Während einfache Kreuzlinienlaser nur ein Kreuz auf die vor ihnen liegende Wand werfen können, erschließen Geräte mit einer 360°-Funktion ein ganz anderes Level an Verwendungsmöglichkeiten. Die Geräte verfügen über ein oder mehrere Prismen, die jeweils eine ausnivellierte Linie ausgeben, die im gesamten Raum zu sehen ist. 

So kann beispielsweise mit nur einem einzigen Ansetzen eine umlaufend horizontale Linie in den Raum projiziert werden, die z.B. überall als Bezugspunkt für das Anbringen von Fliesen fungiert. Lästiges Umsetzen und Neuausrichten entfällt. Diese Eigenschaft haben alle gemeinsam.

Ein genaueres Hinschauen ist in Bezug auf die vertikale Linie angebracht, sowohl in Bezug auf die Anzahl der vertikalen Linien als auch auf deren Umfang.

Umfang und Anzahl der vertikalen Linien

Einige einfachere Modelle projizieren die vertikale Linie nur in eine Richtung, d.h. nur an eine Wand. Die Linie deckt in der Regel die gesamte Wandhöhe sowie ein kleines Stück des Bodens und der Decke ab, je nach Entfernung.

Schematische Darstellung eines Kreuzlinienlaser mit einer horizontal umlaufenden Linie und einer vertikalen Linie

Für einige Arbeiten, wie etwa das Fliesen, ist dies meist ausreichend. Entsprechende Modelle findest du hier:

Bei der Montage abgehängter Decken, allerlei Unterkonstruktionen und allgemein im Trockenbaubereich greift dies aber zu kurz, da eine exakt gerade Ausrichtung an Boden und Decke notwendig ist. Auch die vertikale Linie muss daher umlaufend ausgegeben werden. Die entsprechenden Geräte haben neben einem Prisma auf der Oberseite auch (mindestens) eines an der Seite. Die meisten Modelle verfügen aber über zwei seitliche Prismen. Es werden also zwei vertikale Linien projiziert. Mithilfe dieser können noch weitere Bezugspunkt mit dem Laser anvisiert werden, was die Montage in komplexeren Anwendungsfällen zusätzlich erleichtert.

Unsere klare Empfehlung lautet, sich direkt für einen 360°-Laser mit zwei umlaufenden vertikalen Linien zu entscheiden. Früher oder später tritt ein Anwendungsfall auf, bei dem dieser mindestens hilfreich oder sogar zwingend erforderlich ist.

Schematische Darstellung eines Kreuzlinienlaser mit drei vollständig umlaufenden 360 Grad Linien

Unsere Top-Empfehlung, der Bosch GLL 12V 100-300 CG, lässt hier keine Wünsche offen.

Bosch Professional Linienlaser GLL 12V-100-33 CG mit Empfänger, LB 10, DK 20, GBA 12V 2.0Ah, GAL 12V-40, L-BOXX

3 x 360° grüner Laser, Arbeitsbereich 100 m (Radius)


Wer einen günstigeren Einstieg sucht, sollte sich den Huepar S03CG-C ansehen.

Huepar S03CG-C Selbstnivellierender Kreuzlinienlaser 3 x 360 Grad

 

Lotpunkt

Einige wenige Geräte bieten die Projektion von Lotpunkten an, sogenannte Punktlaser. Gemeint ist damit, dass jeweils ein Punkt lotgerecht über (Zenit) und unter (Nadir) das Gerät projiziert wird. Dies ist besonders dann relevant, wenn Dreh- oder Befestigungspunkte platziert werden müssen, die exakt übereinander liegen müssen. Mit einem Laser gelingt dies deutlich schneller als mit einem herkömmlichen Lot. Gängige Punktlaser projizieren zudem Punkte nach vorne und auf beide Seiten (sogenannte 5-Punkt-Laser).

Neben reinen Punktlasern, die nicht der Hauptgegenstand dieses Beitrags sind, gibt es auch Kombilaser, die einige Vorteile beider Geräte vereinen. Aufgrund ihrer Beschaffenheit sind diese Geräte allerdings nicht als vollwertige 360-Grad-Laser verfügbar.

Ein empfehlenswertes Modell ist der Bosch AdvancedLevel 360, der eine umlaufende horizontale und zwei nicht umlaufende vertikale Linien sowie einen Lotpunkt nach unten ausgeben kann.

Bosch DIY Kreuzlinienlaser AdvancedLevel 360 mit Premium-Stativ

3 Laserlinien, 360 Grad

 

Auf ein passendes Stativ, welches den Lotpunkt nicht verdeckt, ist zu achten. Bei Sets, wie dem empfohlenen, ist dies normalerweise gegeben. Eine hervorragende Wahl ist auch der Bosch GCL 25 Professional. Dieser gibt ein nach vorne gerichtetes Kreuz sowie 5 Laserpunkte aus, wobei insbesondere einer nach oben ausgerichtet ist. Eine umlaufende horizontale oder vertikale Linie bietet er nicht.

Bosch Professional Kombilaser GCL 25 Set mit Stativ BT 150, Schutztasche, L-BOXX-Einlage, 4 x 1,5-V-LR6 AA

± 4° Selbstnivellierbereich, IP 54 Staub- und Spritzwasserschutz,

 

Reichweite

Bei der Reichweite gibt es eine relativ hohe Spanne, die bei normalen Geräten ca. 8 bis 20 Meter beträgt. Für den Einsatz innerhalb des Haushalts oder von Gebäuden reicht dies meist aus. Bei einer Lagerhalle oder gar im Außenbereich sieht es da allerdings anders aus. Und spätestens bei der Anwendung im Außenbereich sind oft höhere Distanzen notwendig. Die Frage der Reichweite sollte bei der Anschaffung daher auf alle Fälle mitbedacht werden und auch nicht unterschätzt werden.

Auf den ersten Blick naheliegend wäre die Überlegung, dass Licht sich ja ohnehin endlos ausbreitet, die Herstellerangabe daher willkürlich sein könnte. Die Angabe der Reichweite ist allerdings keine Angabe der Ausbreitung, sondern eine Angabe der Mess- und Sichtbarkeit. Je größer die Entfernung ist, desto mehr streut das Licht. Es wird blasser, bis es nicht mehr sichtbar ist. Um die Sichtbarkeit über eine größere Entfernung sicherzustellen, muss daher mehr Energie aufgewandt werden. Hinzu kommt, dass der Strahl mit zunehmender Distanz divergiert, also optisch immer breiter wirkt. Hochwertige Geräte bieten eine „schärfere“ Linie mit weniger Divergenz.

Teure Rotationslaser bieten in Kombination mit einem Empfänger einen Arbeitsbereich von teils mehreren hundert Metern. Dies ist aber meist nur bei größeren Baustellen erforderlich.

Wer nicht nur für nahezu alle denkbaren Anwendungsfälle in Heim und Haus gerüstet, sondern sich auch eine Anwendung im Außenbereich offenhalten will, kann zum Bosch GLL 12V 100-300 CG greifen, welcher zugleich unsere Top-Empfehlung ist (siehe unten). Er weist einen Arbeitsbereich von 30 Metern ohne Empfänger und 100 Metern bei Verwendung eines Empfängers (dazu sogleich) auf.

Bosch Professional Linienlaser GLL 12V-100-33 CG mit Empfänger, LB 10, DK 20, GBA 12V 2.0Ah, GAL 12V-40, L-BOXX

3 x 360° grüner Laser, Arbeitsbereich 100 m (Radius)

 

Detektorkompatibilität / Pulsmodus

Bei Anwendungen über größere Distanzen und bei grellem (Tag-)Licht, vor allem also im Außenbereich, sollte über ein detektorkompatibles Gerät nachgedacht werden. Zusätzlich wird ein kompatibler Laserempfänger benötigt. Dieser erkennt das Licht des Lasers über eine große Distanz und vor allem auch dann, wenn es wegen Lichteinflusses mit dem bloßen Auge kaum mehr erkennbar ist. Dies kommt darüber zustande, dass der Laser das Licht mit einer bestimmten Frequenz aussendet, so als ob er schnell nacheinander ein- und ausgeschaltet werden würde (Pulsfunktion). Für das Auge ist dies nicht erkennbar; der Empfänger hingegen erkennt das Licht des Lasers anhand dieser Signatur.

Der Empfänger wiederum kann mittels einer Halterung an einer geeigneten Messlatte befestigt werden und die Höhe der Laserlinie an diese übertragen werden. Nivellierarbeiten über größere Distanzen können so einfach bewerkstelligt werden.

Eine Hand hält auf einer Baustelle eine karierte Messlatte, auf der ein Laserempfänger angebracht ist.
Bild KI-generiert

Wer damit liebäugelt, im Garten größere Umgestaltungen vornehmen zu wollen, sollte über den Kauf eines detektorkompatiblen Geräts nachdenken. Der Errichtung des nächsten Fundaments, des eigenen Pools oder der sicheren Bestimmung eines geeigneten Gefälles steht dann nichts mehr entgegen.

Zum oben empfohlenen Bosch GLL 12V 100-300 CG passt beispielsweise der Empfänger Bosch Professional LR7.

Bosch Professional Laserempfänger LR 7

Roter und grüner Strahl, 2 x AAA Batterien, Reichweite: 5-50 m, Schutztasche

 

Zum Huepar Huepar S03CG-C passt der Empfänger Huepar LR-6RG

Huepar LR-6RG Laserdetektor

Digital Laserempfänger für Rote und Grüne Laserstrahlen bis zu 50-60m, 3-seitige LED-Anzeigen, Automatischer Abschalttimer, Inklusive Klemmhalter

 

Genauigkeit

Je präziser das Arbeitsergebnis ausfallen muss, desto präziser muss der Laser sein. In puncto Genauigkeit müssen zuerst die Begriffe abgegrenzt werden: Die Angabe zum sogenannten Selbstnivellierbereich (s. oben) hat mit der Genauigkeit des Lasers an sich nichts zu tun. Der Wert gibt lediglich an, wie schief das Stativ stehen darf, damit sich der Laser immer noch selbst ausrichten kann. Üblich ist hier ein Wert von ± 4°.

Die eigentliche Genauigkeit („Nivelliergenauigkeit“) wird mit Millimeter pro Meter angegeben. Sie gibt an, wie stark die projizierten Linien eines Lasers pro Meter von der perfekten Horizontalen oder Vertikalen abweichen können (z. B. ±0,3 mm/m). Je kleiner der Wert, desto präziser arbeitet der Laser über größere Distanzen. Für ein gutes Arbeitsergebnis lohnt es sich also, ein hochwertiges Gerät anzuschaffen, das die versprochenen Werte auch einhält. Muss eine größere Distanz überbrückt werden, sollte auch überprüft werden, ob das Gerät nicht näher herangerückt werden kann. Dies hängt aber vom Anwendungsfall ab.

Ein weiterer gängiger Wert ist die Winkeltreue. Sie wird in Grad angegeben, z.B. ± 0,3°. Die Winkeltreue beschreibt, wie exakt die vertikalen Laserlinien im 90-Grad-Winkel zueinander stehen. Ein geringer Abweichungswert sorgt dafür, dass rechte Winkel im Raum zuverlässig und maßhaltig übertragen werden

Manueller Modus

Viele Geräte verfügen auch über einen manuellen Modus. Die Linien können so absichtlich auch in einem beliebigen anderen Winkel an die Wand geworfen werden, ohne dass sie sich in die Senk- und Waagerechte nivellieren. Auf diese Weise kann zum Beispiel eine Diagonale an eine Wand geworfen werden, an der entlang etwa Bilder aufgehangen werden sollen.

Schematische Darstellung eines Kreuzlinienlaser im manuellen Modus mit einer geneigten Linien

Schutzart

Je nach Verwendungszweck sollte auch auf die Schutzklasse in Bezug auf Staub und Spritzwasser geachtet werden. Selbst bei einfacher Anwendung im Haushalt, etwa beim Ausrichten von Bildern, kann im Nahbereich zum Beispiel Bohrstaub anfallen. Spätestens bei der Anwendung im Außenbereich kann dann auch Spritzwasser, welches insbesondere in Form von einsetzendem Regen auf das Gerät niedergehen kann, relevant werden. Mit der standardmäßig oft anzutreffenden Schutzklasse IP54 ist man in diesem Fall gut beraten.

Stromversorgung

Die meisten Modelle werden mit einer herkömmlichen Batterie oder einem integrierten Akku betrieben. Letztere werden oft per USB aufgeladen. Die Markenhersteller bieten mitunter auch Modelle an, die mit den Wechselakkus der jeweiligen Handwerkzeuge betrieben werden können. Jede Variante bietet Vor- und Nachteile.

Batterien können sofort und ohne Ladezeit getauscht werden – wenn man welche zur Hand hat. Einen integrierten Akku kann man ebenfalls praktisch überall laden. Kabel, Netzteil oder jedenfalls eine Powerbank sind auf so ziemlich jeder Baustelle zu finden. Es sollte allerdings auf eine lange Akkulaufzeit geachtet werden. Es ist sehr ärgerlich und unter Umständen teuer, wenn der Einsatz wegen eines schlapp machenden Akkus abgebrochen werden muss.

Die Vorteile beider Varianten bieten Modelle, die mit einem Wechselakku angetrieben werden können. Die sonst bei den Handwerkzeugen der jeweiligen Hersteller zum Einsatz kommenden Akkus haben eine ausreichend hohe Kapazität (3, 4 Ah oder mehr), um einen ausreichend langen Einsatz zu ermöglichen. Ein weiterer Wechselakku dürfte meist vorhanden sein.

Die Vorteile beider Varianten vereint unsere Empfehlung, der Bosch GLL 12V 100-300 CG. Er lässt sich mit vier AA-Alkaline-Batterien betreiben. Alternativ kann aber auch der 12V-Li-Ionen-Akku von Bosch eingesteckt werden („Dual Power Source“).

Bosch Professional Linienlaser GLL 12V-100-33 CG mit Empfänger, LB 10, DK 20, GBA 12V 2.0Ah, GAL 12V-40, L-BOXX

3 x 360° grüner Laser, Arbeitsbereich 100 m (Radius)

 

Der Huepar S03CG-C bringt einen gerätespezifischen Akku mit und kann ebenfalls mit vier Alkaline-Batterien betrieben werden. Als weitere Funktion kann er aber auch ganz ohne Akku oder Batterie per Kabel, etwa aus einer Powerbank, betrieben werden.

Huepar S03CG-C Selbstnivellierender Kreuzlinienlaser 3 x 360 Grad

 

Digitale Funktionen und Smarte Features

Höherwertige Modelle bieten eine Appanbindung an, meist über Bluetooth. Bei den Geräten können so zum Beispiel einzelne Linien aus- und zugeschaltet werden. Dabei handelt es sich aber um mehr als nur Spielerei. Zum einen wird so verhindert, dass das Gerät hierzu angefasst werden muss. Ein Verstellen von Stativ oder Gerät kann so ausgeschlossen werden. Zum anderen spart man sich den Weg hin zum Gerät. Das spart Zeit, erst recht, wenn man dafür nicht von einer Staffelei oder einem Gerüst herunterklettern muss. Zudem wird der Akku geschont, wenn unnötigem Leerlauf durch unkompliziertes Ausschalten vorgebeugt werden kann.

Bosch bietet hierfür zum Beispiel die Levelling Remote App an die im Google Playstore und im Apple App Store verfügbar ist. Huepar bietet für seine Geräte ebenfalls eine App an, ebenfalls im Google Playstore und im Apple App Store verfügbar.

Laserklasse

Die Laserklasse spielt bei Kreuzlinienlasern keine wirkliche Rolle, da so gut wie alle Modelle der Laserklasse II entsprechen. Besondere Vorkehrungen sind hier nicht erforderlich.

Halterung, Stativ oder Teleskopstange

Der Kreuzlinienlaser muss für die praktische Anwendung im Raum positioniert werden. Hierfür gibt es drei Möglichkeiten: Eine Halterung, ein Stativ oder eine Teleskopstange.

Halterung

Bei einigen Modellen wird bereits eine Halterung mitgeliefert, die mehr oder weniger nützlich sein kann. Während einige Halterungen nur dazu da sind, den Laser mittels eines Magneten beispielsweise auf einem Trockenbauprofil zu fixieren, bieten andere Modelle verschiedene andere Befestigungsmöglichkeiten und Feineinstellungsmöglichkeiten an.

Ein Optimum an Montagemöglichkeiten bietet die Bosch Professional BM 1, die mit unserem empfohlenen Laser kompatibel ist. Sie kann per Magnet fixiert, angeschraubt oder auch zusätzlich auf einem Stativ angebracht werden. Zudem kann sie mittels einer Klammer aufgehängt werden, was im Deckenbereich die Arbeit deutlich erleichtert. Wichtig ist zudem die Höhenverstellung, um die Höhe der Linie exakt einzustellen.

Bosch Professional BM 1 Universalhalterung

 

Der Huepar S03CG-C wird bereits mit einer Halterung mit diversen Einstellungsmöglichkeiten geliefert, die allerdings nur per Magnet oder an einer Schraube aufgehängt werden kann.

Huepar S03CG-C Selbstnivellierender Kreuzlinienlaser 3 x 360 Grad

 

Stativ

Bei Arbeiten in einer normalen Arbeitshöhe ist ein Stativ das Mittel der Wahl.

Die gängigen Kreuzlinienlaser verfügen, wie auch Kameras, in der Regel über ein ¼-Zoll-Gewinde an der Unterseite. Ein 5/8-Zoll-Gewinde kommt bei größeren Geräten im Bau- und Vermessungsbereich zum Einsatz.

Wer über ein einfaches Kamerastativ mit passendem Gewinde verfügt, kann einfachere Anwendungsfälle damit womöglich noch abdecken. Bei häufigerem Einsatz lohnt sich aber ein robusteres Baustativ. Ein Dreibein ist da wie dort der Standard.

Generell ist ein höheres Gewicht hier von Vorteil. Kleine Erschütterungen, wie sie auf Baustellen beinah unweigerlich auftreten, sollen nicht dazu führen, dass das Stativ seine Position verändert. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch Gummifüße, die Stöße abfangen und für einen sicheren Stand sorgen. Unerlässlich sind auch Schnellverschlüsse und eine Bauart, bei der sich die einzelnen Füße auf unterschiedliche Längen einstellen lassen. Auch dies ist aber in der Regel Standard.

Eine Libelle sorgt dafür, dass das Stativ selbst schon weitgehend lotgerecht aufgestellt werden kann, nachdem der Spielraum zur Selbstnivellierung regelmäßig auf wenige Grad begrenzt ist.

Spreu und Weizen trennen sich dann oftmals bei der Mittelsäule des Stativs. Diese lässt sich meist mit einer Kurbel ein- und ausdrehen. Die Mechanik muss die richtige Balance aus Leichtgängigkeit und Präzision aufweisen. Eine leichte Drehbewegung muss ausreichend sein, um die Mittelsäule zu bewegen, ohne dass das ganze restliche Stativ damit verschoben wird. Sie muss aber zugleich so fest sein, dass die Mittelsäule nach dem Loslassen der Kurbel nicht wieder herabsackt. Ein korrektes Einstellen des Lasers wird sonst zur Nervenprobe, zumal es um Millimeter geht. Der Bereich sollte möglichst nicht verschmutzt und immer gut geschmiert gehalten werden.

Empfehlungen findest du hier:

 

Für den etwas ambitionierteren Einsatz empfiehlt sich das Bosch Professional BT 250:

Bosch Professional Baustativ BT 250

Höhe: 97,5–250 cm, Gewinde: 1/4″

 

Teleskopstange

Eine Alternative zum Stativ bilden Laser-Teleskopstangen, auch als Teleskopstützen oder Teleskopstative bekannt.

Diese werden zwischen Boden und Decke eingespannt, sind dementsprechend höher als Stative und weisen einen größeren Arbeitsbereich auf. Dementsprechend können sie ausschließlich im Innenbereich zur Anwendung kommen, und auch dort nur bei „normalen“ Raumhöhen. Dafür sind sie etwas unempfindlicher gegen Vibrationen und können nicht so leicht umgestoßen werden wie dreibeinige Stative. Die Feineinstellung gelingt bei Teleskopstangen allerdings meist nicht ganz so exakt wie bei Stativen.

Ihre Stärken spielen Teleskopstangen vor allem in engen Räumen aus. Soll darin auch noch raumhoch gefliest werden, etwa die Nasszelle in einem kleineren Bad, bietet sich eine Teleskopstange an.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die 360°-Funktion eines Lasers in Kombination mit einer Teleskopstange nicht voll nutzbar ist, da die Stange zumindest der waagerechten Linie im Weg ist und ein –  je nach Raumgröße nicht unwesentlicher – Teil des Raumes im toten Winkel bleibt.

Empfehlen können wir unter anderem die Bosch DIY Teleskopstange TP 320:

Bosch DIY Teleskopstange TP 320

Höhenverstellbar von 106-320 cm

 

Eine interessante Kombination aus Stativ und Teleskopstange bietet STIER:

STIER Teleskopstange für Kreuzlinienlaser 360 cm

20 – max. 365 cm Höhe, Teleskopstütze für Nivelliergeräte, Kompatibel mit 1/4″ und 5/8″ Gewindeschrauben

 

Empfehlung

Unsere Top-Empfehlung ist der Bosch GLL 12V 100-300 CG. Er kommt als vollwertiger 360°-Kreuzlinienlaser mit drei grünen, umlaufenden Linien, der Hochwertigkeit und Funktionalität vereint. Die Appanbindung und das umfangreiche Zubehörangebot runden das Gesamtpaket ab. Die Dual Power Source ermöglicht die Nutzung mit einem Werkzeugakku einerseits und den Rückgriff auf Alkaline-Batterien andererseits. Mit einer hohen Reichweite von 30 Metern bzw. 100 Metern mit dem verfügbaren Empfänger sind einer umfassenden Anwendung kaum Grenzen gesetzt.

Das über Amazon angebotene Paket kommt neben der üblichen Universalhalterung auch mit einer Deckenklemme, einem passenden 12V-Akku samt Ladegerät, sorgfältig verpackt in einer L-BOXX.

Bosch Professional Linienlaser GLL 12V-100-33 CG mit Empfänger, LB 10, DK 20, GBA 12V 2.0Ah, GAL 12V-40, L-BOXX

3 x 360° grüner Laser, Arbeitsbereich 100 m (Radius)

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